Professor Takao Itoi, Abteilung für Gastroenterologie, Medizinische Universität Tokio Professor und Leiter/Direktor der Abteilung für Gastroenterologie der Medizi- nischen Universität Tokio. Spezialgebiete: Bauchspeicheldrüsenkrebs, Gallen- gangskrebs, Choledocholithiasis, Tumoren der Ampulla Vateri, postoperative Anastomosenstrikturen des Gallengangs und des Pankreasgangs. In diesem Jahr jährt sich die Markteinführung des MTW-Kathe- ters zum 20. Mal. Wie hat sich die endoskopische Behandlung in dieser Zeit verändert? Auch heute, 20 Jahre später, ist der MTW-Katheter zweifel- los ein Standardprodukt und ein ausgezeichneter Katheter. Die Gründe für seine langjährige Verwendung liegen auf der Hand: Das Konzept war gut durchdacht. Vor zwanzig Jahren herrschte in Japan die Stimmung, die in Europa und Amerika gängige drahtgeführte Kanülierung (WGC) einzuführen. Da- mals war die Kathetereinführung in etwa 70 bis 80 % der Fälle nach wie vor die gängige Methode. Ich glaube, dies spiegelt wider, dass es keinen Grund gab, nach Veränderungen zu suchen. Was war Ihr erster Eindruck vom MTW-Katheter, als er auf den Markt kam? Damals musste bei den gängigen Kathetertypen der Man- drin entfernt werden, was zahlreiche Unannehmlichkeiten mit sich brachte, beispielsweise die Unmöglichkeit, während der Angiographie einen Führungsdraht einzuführen. Als ich den damals noch relativ unbekannten MTW-Katheter aus- probierte, war ich von seiner hohen Raffinesse begeistert. Es war ein bahnbrechendes Gerät, das eine Angiographie mit eingesetztem Führungsdraht ermöglichte. Es war genau richtig biegsam, lag gut in der Hand und machte die Katheter- manipulation außergewöhnlich einfach. Es ist wohl der einzige Katheter, der eine „Pause” während der Kathetermanipulation ermöglicht. Als ich MTW tatsächlich besuchte, war ich tief beeindruckt von dem Anblick der Handwerker, die jeden ein- zelnen Katheter von Hand fertigten. Besonders beeindruckt hat mich, wie sie die Spitze sorgfältig schleiften, ein Vorgang, der viel Zeit in Anspruch nimmt. Auch der Anblick der Hand- werker, die Korbkatheter und Schlingen von Hand fertigten, weckte in mir Bewunderung für ihre Qualität und Leidenschaft und gab mir ein Gefühl der Sicherheit. Der neu eingeführte Ultra Taper-Katheter wurde speziell für 0,025-Zoll-Führungs- drähte entwickelt, um den Abstand zwischen Führungsdraht und Katheter zu minimieren. Können Sie uns Ihre Eindrücke von der Verwendung dieses Modells schildern? Im Vergleich zum aktuellen Produkt ist es schlanker, und ich habe keinen Zweifel, dass es sich in schwierigen Fällen als unschätzbar wertvoll erweisen wird. Zwar dauert die Angio- graphie mit dem Führungsdraht etwas länger als mit früheren Kathetern, doch der überwältigende Vorteil ist, dass an der Spitze fast kein Abstand mehr vorhanden ist. Mittlerweile sind mehrere Produkte mit ähnlichen Konzepten auf den Markt gekommen. Welche Position nimmt der MTW-Katheter Ihrer Meinung nach derzeit für Sie ein? Zwar haben verschiedene Unternehmen vergleichbare Katheter auf den Markt gebracht, doch der MTW-Katheter verfügt über eine einzigartige „Reserve”, die ihn wohl zum einzigen Katheter macht, der wirklich auf die Kreativität des Anwenders reagiert. Was seine „Flexibilität” angeht, bin ich der festen Überzeugung, dass es einen Unterschied gibt, der sich nicht in bloßen Zahlen ausdrücken lässt. Darüber hinaus sind Einwegprodukte zwar in bestimmten Fällen notwendig, doch angesichts der aktuellen Kosten und anderer Faktoren ist auch die Wiederverwendbarkeit weit verbreitet. Ich glaube, dass nicht alle Szenarien Einweglösungen erfordern. Michael Kettler von MTW Endoskopie Manufaktur in der Medizinischen Universität Tokio bei Professor Takao Itoi